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Latschach

Auf diesem Friedhof gibt es zwar kein Partisanendenkmal, aber als Gedenkstätte das Grab der Familie Pöck. In eine schwarze Marmortafel sind in slowenischesr Sprache die Namen dreier Mitglieder der Familie Pöck, vulgo Mikula aus dem nahen Aichwald, eingemeißelt:

Pöck Alojzija, geb. 31. 10. 1882, ermordet am 5. 3. 1944 in Lublin
Pöck Hanej, geb. 6. 4. 1913, ermordet am 26. 4. 1944 in Dachau
Pöck Franjo, geb. 19. 9. 1906, ermordet am 25. 4. 1945 in Aichwald

Franjo Pöck war schon vor dem Krieg ein aktiver slowenischer Kulturarbeiter im Heimatort. Er fiel als Partisan im Kampf mit den Deutschen, worauf die damaligen Kärntner Naziblätter voller Genugtuung schrieben: „Das Ende des Banditen Pöck!“
Wegen ihres Nationalbewusstseins und der Mitarbeit im Volksbefreiungskampf mussten noch drei Einheimische aus der Umgebung von Latschach / Loče ihr Leben lassen:

Jožef Blenkuš, geboren am 6. 9. 1914 in Maria Elend,
ermordet am 22. 11. 1940 in Berlin;
Jožef Mačič, geboren am 30. 8. 1904 in Greuth,
ermordet am 27. 4. 1944 in Graz;
Jožef Noč, geboren am 18. 4. 1926 in Greuth,
ermordet am 3. 7. 1944 in Graz.

In Latschach / Loče ist auch der Doyen der slowenischen Kärntner Lehrer begraben, Franc Aichholzer, geb. am 12. 2. 1884 in Unteraichwald am Faaker See / Spodnji Dob ob Baškem jezeru, gestorben am 5. 10. 1976. Aichholzer war einer der vier Lehrer, die nach der Volksabstimmung im Jahre 1920 in Kärnten / Koroška blieben. Wegen seines diesbezüglichen slowenischen Engagements blieb er viele Jahre ohne Anstellung oder wurde in völlig deutsche Orte versetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg sammelte er die slowenischen Lehrer und war viele Jahre hindurch Herausgeber der Schulzeitschrift „Mladi rod“.
Ebenfalls auf dem Friedhof in Latschach / Loče steht auch ein besonderes Mahnmal, welches vom akademischen Maler Valentin Oman im Jahr 2010 fertiggestellt wurde.

Lage:
Das schöne Dorf Latschach / Loče liegt an der Straße, die aus dem Rosental / Rož ins Gailtal / Ziljska dolina führt, in unmittelbarer Nähe des Faaker Sees. Im Ort gibt es einen vorbildlich gepflegten Friedhof, den als Park angelegten „Garten der Toten“.